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Artikel

Walter Gropius und die Chinesische Architektur

Blick in den Hof der Schlafsäle
in: John C. Harkness (Hg.): The Walter Gropius Archive. Volume 4: 1945–1969. The Work of The Architects Collaborative.
Garland Publishing, Inc, New York/London 1991, S. 15.

Der Transfer von architektonischem Wissen aus dem Westen in die Kolonien oder andere Dritte-Welt-Länder umfasst auch den Transfer durch zurückkehrende Studenten. Im Falle Chinas hat die erste Generation der Architekten im 20. Jahrhundert ihre Ausbildung in den USA oder in Europa erhalten. Sie gründeten Architekturschulen nach Modellen die auf dem amerikanischen Beaux-Arts-System basierten. Chinesische Studenten, die erst in den 1930er Jahren zum Studium ins Ausland gingen, blieben bis zum Ende des Krieges dort. Die zweite Generation von Architekten, die während des Krieges in China im Beaux-Arts-Curriculum ihren Bachelor-Abschluss gemacht hatten, kamen für weitere Studien in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in die USA. Ein Teil von ihnen studierte bei ehemaligen Bauhaus-Professoren wie Walter Gropius, Marcel Breuer oder Mies van der Rohe.

Zwischen 1919 und 1933 hatte kein einziger chinesischer Student am Bauhaus in Weimar oder Dessau studiert. Henry HUANG (1915–1975)1 war der erste, der 1937 dem ehemaligen Bauhaus-Direktor Walter Gropius von London nach Harvard folgte. Gropius unterrichtete während seiner 15 Jahre als Professor an der Harvard Graduate School of Design zwischen 1937 und seinem Ruhestand im Jahr 1952 mehrere chinesische Studenten. Neben Henry Huang zum Beispiel WANG Dahong (*1918), CHANG Chao-Kang (1922–1992) oder Ieoh Ming PEI (*1917).2 CHEN Chi-kuan (1921–2007) studierte zwar nicht bei Gropius, aber er arbeitete ab 1951 drei Jahre bei TAC (The Architects Collaborative), das Gropius 1946 gegründet hatte.

Die architektonischen Themen von Walter Gropius in den 1940er Jahren spiegeln sich in den Studienarbeiten seiner Studenten. Er suchte nach Lösungen für vorgefertigte Wohneinheiten. In dieser Zeit hatte das von Mies van der Rohe in Chicago entwickelte architektonische Konzept einen starken Einfluss und fast alle chinesischen Studenten versuchten, die konstruktiven modularen Aspekte in ihr eigenes architektonisches Vokabular zu integrieren. Die Vorfertigung von Modulen auf der Basis der Ideen von Gropius und Mies passte – bewusst oder unbewusst – sehr gut in den Subtext der traditionellen chinesischen Raumordnung und der Vorfertigung im historischen Holzbau.

Der Lion Groove Garden in Suzhou während seiner Erneuerung im Jahr 1923, Foto: Osvald Sirén, Östasiatiska Museet.

I. M. Pei wuchs als Kind in Suzhou, der klassischen Gartenstadt Zentralchinas, auf. Sein Vater arbeitete als Manager der Bank of China und die Familie besaß den Lion Grove Garden (Shizhi Lin), eine riesige private Hofhausanlage mit einem klassischen Garten, der ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert stammt.3 Der Garten besteht aus kunstvollen Steinkompositionen, einem angelegten Teich, mehreren Pavillons und Brücken, und ist von einem überdachten Gang umgeben. Die Gebäude folgen einer modularen, geometrischen Struktur aus vorgefertigten Holzteilen, zu denen der Garten kontrastierend mit seinen organischen Formen steht. Die Erfahrung von Raum und Ambiente in diesem Umfeld prägte seine Intuition für die Qualität der traditionellen Poetik in den räumlichen Arrangements chinesischer Gartenkunst.

Pei kam 1935 zum Studium in die USA und wechselte im Winter 1942 vom Massachusetts Institute of Technology zur Harvard Graduate School of Design, wo er das Arthur W. Wheelwright Travelling Fellowship für das akademische Jahr 1942–43 erhielt. Im März 1946 beendete Pei das Studium mit einer Masterarbeit und einige Monate später begann er in Harvard zu unterrichten. 1948 verließ er die Schule, um der Firma des Immobilienentwicklers William Zeckendorf in New York beizutreten.

Vorfertigung im Hausbau

Anfang der vierziger Jahre beschäftigte sich Gropius sehr intensiv mit städtebaulichen Fragen und dem Wohnungsbau. Ab 1942 arbeitete er auch mit dem deutschen Emigrantenkollegen Konrad Wachsmann (1901–1980) an der Entwicklung von Vorfertigung im Wohnungsbau für die General Panel Cooperation.4 Im Jahr 1943 gab Gropius in seiner Meisterklasse, zu der Wang Dahong, I. M. Pei und Philip Johnson (1906–2005) gehörten, die Aufgabe für „The Post-war Shelter for the Average Family“ aus.5 Die Studenten wurden angeregt über die Vorfertigung und die modulare Architektur nachzudenken. Im Dezember 1943 veröffentlichte die Zeitschrift Pencil Points die Projekte von Wang Dahong und I. M. Pei. Das Thema der Vorfertigung prägte die traditionelle Architektur Chinas, und obwohl es bis dahin noch nicht weiter erforscht war, hat dieser Fakt viele der jungen chinesischen Architekten beschäftigt.6 Pei entwickelte ein modulares Holzbausystem und um die Ableitung des Regenwassers zu kontrollieren, entwarf er ein symmetrisches, schmetterlingsförmiges Dach.7 Für einen weiteren Entwurf, für den zweiten von der American Plywood Corporation gesponserten jährlichen Wettbewerb, erhielt er 1945 eine lobende Erwähnung für den Entwurf eines Fertighauses. Es bestand aus einer gemauerten Kerneinheit und mehreren vorgefertigten mobilen Anbauten, die je nach Bedarf und Finanzlage des Eigentümers flexibel nutzbar sein sollten. Pei trennte die Bedürfnisse in „essential elements“ wie Schlafen, Wohnen, Essen und Arbeiten sowie „luxery elements“ wie Erholung, Hobby, Extraraum usw.8

Mit dem Entwurf für ein Haus mit mehreren Höfen, das im April 1946 in der Zeitschrift Progressive Architecture veröffentlicht wurde, ging I. M. Pei in den Wettbewerb um ein „realistic house for Georgia”.9 Der Wandel von der Vorfertigung – oder besser der Erweiterung der Perspektive – hin zu räumlichen Beziehungen zeigt seine Suche nach Intimität zwischen Innen und Außen. Die Erfahrung der traditionellen Raumgefüge in den Hofhäusern seiner eigenen Kindheit führte vermutlich zu diesem neuen Ansatz für das suburbane Leben in der amerikanischen Nachkriegsstadt. Alle chinesischen Studenten, und so auch Pei, bereiteten sich darauf vor in ihr Heimatland zurückzukehren, und es liegt nahe, dass sie auch nach Lösungen für die chinesische Gesellschaft nach dem Krieg suchten. Das eingeschossige „realistic house for Georgia“ von Pei bestand aus einem Raster, mit dem er private und öffentliche Nutzungen in einer strengen Reihenfolge organisierte. Wie in einem traditionellen chinesischen Hofhaus sind die meisten öffentlichen Nutzungen zur Straße hin angeordnet und die Schlafzimmer mit direktem Zugang zum Garten befinden sich am Ende des Gebäudes. Das Projekt veranschaulicht die Suche nach einer innigen Verbindung zwischen Innen- und Außenräumen und die Kombination der amerikanischen Vorstadtvilla mit der räumlichen Qualität traditioneller chinesischer Wohnhäuser.10 Die erfolgreichen Wettbewerbsbeiträge dokumentieren Pei’s Talent und seinen Willen, mit neuen Konzepten einen Beitrag zum Architekturdiskurs zu leisten.

Raumtradition und kritische Interpretation

Im März 1946 beendete I. M. Pei sein Master-Studium in Harvard mit dem Entwurf eines chinesischen Kunstmuseums in Shanghai. Walter Gropius und Marcel Breuer fungierten als Betreuer. Gropius schrieb später über das Projekt: „It clearly illustrates that an able designer can very well hold on to basic traditional features – which he has found are still alive – without sacrificing a progressive conception of design.“11 Pei forderte Gropius mit seiner Masterarbeit heraus neu über Tradition, oder genauer, über bestimmte Werte in der chinesischen Architektur nachzudenken. In seiner Masterarbeit suche Pei nach der Grundbedeutung traditioneller räumlicher Lösungen und nicht nach „simple imitations of bygone aesthetic forms“, wie Gropius anmerkte.12 Die kahle weiße Wand und der kleine Gartenhof sind die beiden bestimmenden Grundelemente für die Gestaltung des Museums. Nach Aussage von I. M. Pei sagte Marcel Breuer, seine Masterarbeit sei „das wichtigste Projekt, das Harvard je hervorgebracht hat“.13

Die Bedeutung des Projekts für Gropius und Breuer lag offensichtlich im Überdenken der Tradition und ihrer Transformation für zeitgenössische Lösungen. Der Entwurf von Pei für das Museum besteht aus einer einfachen Box, in die rechteckige Höfe eingelassen sind. Diese Patios spiegeln auf abstrakte Weise die traditionelle Anordnung historischer Gärten in Suzhou wider und erinnern an die besondere Erfahrung seiner Kindheit im schon damals berühmten Lion Groove Garden. Die Transparenz zwischen den Patios mit ihren natürlichen Gestaltungen mit Steinen, Vegetation und Wasserbecken ermöglicht eine visuelle Verbindung zwischen den Exponaten im Ausstellungsraum und der Natur. Kulturgeschichte wird in traditioneller chinesischer Manier gezeigt und der Besucher sieht die Artefakte in einer „natürlichen“ Umgebung. Bereits der tiefer liegende Gartenhof am Eingang verhandelt die Beziehung zwischen Innen und Außen. Ein Teil dieses Hofes ist in eine Art langen Vorhof integriert, der mit einem quadratischen Wasserbecken und einigen Skulpturen gestaltet ist. Ein offener Pavillon zeigt den Eingang zum Museum an und deckt zwei Rampen je zu den unteren und oberen Ausstellungsräumen ab. Im Inneren folgen auf einer zentralen Erschließung links und rechts verschiedene Ausstellungshallen und Kabinette für die Präsentation der Kunstwerke. Das natürliche Licht fällt in jede Halle fällt durch ein Gartenpatio ein und ermöglicht gleichzeitig die visuelle Verbindung zwischen Exponaten und Gartenkunst.

Wettbewerbsbeitrag "Realistic House for Georgia" von I. M. Pei, in: Progressive Architecture, April 1946, S. 74.

Layout für das Shanghai Museum aus der Masterarbeit von I. M. Pei an der Harvard Graduate School of Design, 1946. (Farbige Hervorhebung der Hof- und Gartenelemente durch den Autor) 
in: L’Architecture d’aujourd’hui, Februar 1950, S. 24.

Die enge Verbindung zwischen Natur und Kultur ist ein Merkmal der chinesischen Tradition und bezieht sich auf den Literatengarten, wo Kunst den Besuchern immer in Pavillons auf eine intime Weise präsentiert wurde. Die neutrale Komposition architektonischer Räume mit kahlen weißen Wänden und die Transparenz zu den Innenhöfen sollte die Präsentation der Kunst in einer Collage mit der Natur ermöglichen. Die Gärten wurden mit Pools, Brücken, Bäumen und Felsen in einer organischen Anordnung entworfen, die das rationale Raster der Ausstellungsräume kontrastiert. Pei erklärt seine Ideen für die räumliche Qualität des Museums mit der unterschiedlichen Tradition Kunstwerke zu zeigen: „In orientalischen Museen findet man keine großen Skulpturen, Wandteppiche oder Gemälde. Die Kunstwerke sind klein im Format; es gibt Objekte aus Porzellan, Jade oder Elfenbein. Sie brauchen einen anderen architektonischen Rahmen. Daran wollte ich Gropius beweisen, dass man Architektur nicht internationalisieren kann. (...). Ich wollte Gropius beweisen, dass die Gültigkeit des Internationalen Stils ihre Grenzen hat.“14

Obwohl Gropius klare Vorstellungen über Architektur und Geschichte hatte, erlaubte er den Studenten ihren eigenen Weg zu finden. Pei erinnerte sich in einem Interview: „Gropius war ein guter Lehrer, weil er es sich nie gestattete subjektiv zu sein. (...). Er erlaubte es mir, auf eigene Faust etwas Anderes zu tun, um zu zeigen, dass ich recht hatte.“15 Mit dem Glauben an seine eigene Tradition und die Transformation der räumlichen Beziehungen mit neuer Technologie schuf Pei die Grundlage für eine zeitgenössische chinesische Architektur. Aber er erwähnte im selben Interview den Einfluss von Mies van der Rohe auf seinen architektonischen Ansatz. „Ich war von Mies' Ästhetik beeinflusst, nicht von Gropius.“16 In einer perspektivischen Zeichnung zeigte Pei das Innere des Museums mit Ausschnitten aus Fotos traditioneller chinesischer Kunstwerke. Diese Collage bezieht sich auf die Idee der Fotocollage, wie sie Mies van der Rohe seit den 1930er Jahren entwickelt hatte.17 Auch an solchen Darstellungsdetails wird deutlich wie stark Mies auf die jungen Architekten wirkte. Sein eigenes Sommerhaus, das 1952 in Katonah, New York, entstand, verweist ästhetisch klar auf das gerade fertiggestellte Farnsworth House von Mies, obwohl die Konstruktion mit einem Holzgerüst anderen Prinzipien folgt. Der Bau schwebt wie eine Skulptur über der Landschaft, auch wenn ihr Inneres von japanischen Vorbildern inspiriert scheint.18

I. M. Pei, Zeichnung von räumlichen und konstruktiven Ideen für ein Studentenwohnheim, in: L’Architecture d’aujourd’hui, February 1950, S. 29.

Die Perspektivzeichnung für das Museum zeigt das lichtdurchlässige Interieur, wo Besucher Ausstellungen anschauen und natürliche Elemente im Hof sehen können. Für die Perspektivzeichnung übernahm Pei die Grundidee der Fotocollage von Mies van der Rohe,
in: L’Architecture d’aujourd’hui, Februar 1950, S. 24.

Gropius und China

Walter Gropius besuchte Shanghai nie, erhielt aber vom United Board of Christian Colleges in China nach dem Krieg den Auftrag dort eine neue Campusuniversität zu entwerfen. Zwar hatte sich Gropius bis dahin schon öfter mit Bauten für die Bildung befasst, aber noch nie in dieser Dimension. Die Planung ging von 3.000 Studenten aus, von denen zirka 1.000 auf dem Campus wohnen sollten. Dazu kam, dass Gropius’ Wissen über die chinesische Kultur und Architektur höchstens aus Büchern stammte und er erinnerte sich vielleicht an Diskurse mit Studenten wie Wang Dahong oder Henry Huang. Aber es war I. M. Pei, der gerade mit seiner Abschlussarbeit bewiesen hatte, dass er chinesische Traditionen in zeitgenössische Lösungen übersetzen konnte. 1946 gründete Walter Gropius The Architects Collaborative (TAC) und das Universitätsprojekt in Shanghai wurde eines der ersten Projekte der Gruppe. Als Job-Captain bei TAC arbeitete neben Gropius Norman Fletcher (1917–2007). Im Juli 1946 berief man I. M. Pei zum Dozenten für Architektur an die Graduate School of Design in Harvard und Gropius bat ihn, beim Universitätsprojekt in Shanghai als Associate von TAC mitzuarbeiten.

Grundriss und Konstruktionsprinzipien des Holzwochenendhauses von Pei, Kanotha, 1954, in: Architecture d'Aujourd’hui, Nr. 103, September 1962, S. 160.

Es ist auffällig, dass Ende 1946 und Anfang 1947 mehrere Experten für chinesische Gartenkunst am Department of Landscape Architecture in Harvard Vorträge hielten.19 Im Dezember 1946 kam George N. Kates (1895–1990)20 zu drei Vorträgen über die Paläste und Gärten von Peking, Grace M. Boynton21 hielt ebenfalls einen Vortrag über Gärten in Peking und der Landschaftsarchitektur-Alumni Leonard Bartlett zeigte seine Bleistiftskizzen und Aquarelle aus China. Im April 1947 sprach auch der schwedische Kunsthistoriker Osvald Sirén (1879–1966) über chinesische Gartenkunst.22 Diese spezifischen Aktivitäten zum chinesischen Garten in Harvard wurden sicherlich von den dortigen chinesischen Studenten bemerkt – oder vielleicht sogar initiiert – und ganz sicher interessierte sich Gropius für das Thema. Denn in der Gestaltung des Gesamtkonzepts für den Universitätscampus in Shanghai spiegeln sich die traditionellen Merkmale chinesischer Gärten, wie zum Beispiel ein Teich im Zentrum, gedeckte Verbindungswege und eine offene Komposition von rechteckigen Höfen, deutlich wider.

Gropius erwähnte das Projekt im April 1948 gegenüber seinem ehemaligen Mitarbeiter Richard Paulick (1903–1979), der seit 1933 im Exil in Shanghai lebte, und mit dem er nach dem Krieg in brieflichem Kontakt stand, ohne nähere Angaben zu machen. Paulick war zu diesem Zeitpunkt Professor an der St. John’s Universität in Shanghai, deren Architekturabteilung von Henry Huang gegründet worden war.23 Gropius schrieb im April 1948 an Paulick: „We are working, in our office, on a university plan for the Shanghai region which a group of American Christian denominations are sponsoring. I am extremely interested in this project and maybe one day it will bring me to Shanghai. “24 Die St. John’s Universität sollte Teil der neuen Hua Tung Universität werden. Paulick’s Antwortschreiben vom 17. Juli 1948 geht nicht auf die Ankündigung zum Universitätsprojekt von Gropius ein.25

Entwurf für eine chinesische Universität

Die Hua Tung Universität sollte auf dem ehemaligen Flugplatz von Hongqiao (Hung Chiao) in den westlichen Vororten von Shanghai für das United Board of Christian Colleges in China entstehen.26 Bereits 1928 fanden erste Gespräche statt, um sechs christliche Hochschulen unter dem Namen East China Federated University zu vereinen.27 Die Große Depression in den USA und der japanische Angriff auf Shanghai 1932, beziehungsweise der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg zwischen 1937 und 1945, verhinderten die Ausführung von Plänen. Nach vielen Diskussionen initiierten die Soochow-Universität, das Hangchow Christian College und die St. John's University nach dem Krieg ein gemeinsames Projekt für einen neuen Campus in Shanghai, das unter dem Motto stand: „one university, one campus, one administration and one budget“.28 Im Mai 1948 verkündete der Newsletter an der St. John's Universität: „The plans for the union of the three Christian universities Hangchow [Hangzhou], Soochow [Suzhou] and St. John’s have been somewhat modified recently so that each university may be able to preserve it own character and yet by federation be of assistance and benefit to the others.“29

Gropius beschrieb den Entwurf für die Universität wie folgt: „The gap in the artistic development from the traditional master crafts to the present methods of design and building in our period of industrial civilisation has not yet been filled. “30 Er argumentiert, dass zum Beispiel das große Holzdach der traditionellen Architektur aus Kostensicht unerschwinglich sei. „It is certainly not in keeping with the present conception of technical and economical efficiency to spent much additional money in design for sentimental reasons only.“31 Er argumentiert für die Kombination von ökonomisch effizienten zeitgenössischen Bautechniken mit elementaren chinesischen Designelementen: „This design, therefore, aims at a combination of economically efficient contemporary building techniques with basic Chinese design elements so apparent through many centuries in their traditional compositions: balancing volumes and space, land and water, buildings and trees. Every living Chinese is familiar with landscaped courts of varying sizes with a juxtaposition of unperforated wall parts and window walls, with terraces and open galleries, and last not least, with an intimate scale for the size of the buildings and their silhouettes as well as of their architectural subdivisions. […] Avoiding outright imitation of the old style, it tends to express the ancient philosophy of the Chinese people and their love of nature.“32 Gropius’ Argumente sind einfach und dennoch revolutionär. Nach seiner Lesart muss das Neue ökonomisch sein und die historischen Werte ohne Dekoration auf abstrakte Weise widerspiegeln. Dass hier überhaupt die Tradition und die Transformation der räumlichen Qualitäten eine Rolle spielt, geht eindeutig auf den Einfluss von I. M. Pei zurück.

Zonendiagramm für Huatung University in Shanghai von TAC, in: L’Architecture d’aujourd’hui, Februar 1950, S. 26.

Die Gebäude der akademischen Gruppen sind durch überdachte Wege miteinander verbunden, in: Harkness, New York/London 1991, S. 11.

Die städtebauliche Gestaltung des Komplexes für 2.100 männliche und 900 weibliche Studenten wurde in vier Teile um eine angelegte Seenlandschaft konzipiert. Der akademische Campus der Universität lag im Süden und drei Wohnanlagen für Studenten und Mitarbeiter im nördlichen Abschnitt. Jedes der drei Wohnquartiere hatte seine eigene Kapelle: eine für die Methodisten, eine für die Presbyterianer und eine für die Episkopalier. Später erläuterten die Architekten die städtebauliche Gestaltung und das Ausmaß der Gebäude wie folgt: „(…) and with the Chinese propensity for walking, the site plan is composed of low buildings wrapped around an artificial lake.“33

Die Skizzen zeigen den architektonischen Ansatz mit dem überdachten Gang als Grundstrukturelement, um einen Rahmen für den Raum zu schaffen, der mit zwei- bis dreigeschossigen Gebäuden verbunden und ausgefüllt wurde. Die Pavillons in den Skizzen haben fast Mies’schen Charakter, reduziert auf eine Skelettkonstruktion mit teilweise leicht geneigten und teilweise flachen Dächern. Vor allem in den Skizzen von I. M. Pei erinnert der architektonische Charakter der einzelnen Gebäude an den Campus des Illinois Institute of Technology,34 der von Mies van der Rohe in Chicago entworfen wurde, während sich die städtebauliche Gruppierung in der Landschaft offensichtlich auf abstrahierte Beispiele traditioneller chinesischer Vorbilder um Höfe bezieht. Die oben erwähnte Aussage von Pei, er habe die Ästhetik von Mies mehr als die von Gropius bewundert, ist hier deutlich sichtbar. Später reduzierte Pei seinen Einfluss auf das Projekt mit der Aussage: „Meine Aufgabe war es, die Zeichnungen anzufertigen, aber ich hatte keine wirklich kreative Funktion.“35 Die herausragende räumliche Ordnung der Landschaft und die Skelettstruktur der Gebäude erzählen jedoch eine andere Geschichte. Im Entwurf wird die künstlich angelegte Landschaft von Gehwegen eingerahmt und kleine Höfe werden in die größeren öffentlichen Gebäude wie die Bibliothek integriert.

1948 wechselte I. M. Pei von Harvard zur Firma von William Zeckendorf in New York. Neben seiner Zusammenarbeit mit Zeckendorf arbeitete Pei jedoch offensichtlich weiter freiberuflich für das Hua Tung-Projekt. In einem Brief schrieb er im Oktober 1948 an Gropius: „Several weeks ago, I paid Dr. McMullen of the Chinese Xi’an Colleges a visit. Our Hua Tung-Project was still being exhibited and the plastic cover of the model looks very good indeed. (…) Dr. McMullen told me that he expects to have a board meeting on Hua Tung soon. I promised him to be present at the meeting to explain the project.“36 Gropius antwortete am nächsten Tag, dass TAC noch an weiteren Zeichnungen für ein Treffen mit Robert J. McMullen37 im Dezember in Princeton arbeite.38 Das Projekt endete Ende 1948 oder Anfang 1949, als deutlich wurde, dass der Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und der republikanischen Regierung zugunsten der ersten ausgehen würde. In den frühen 1950er Jahren zwang die chinesische Regierung ausländische Missionseinrichtungen ihre Aktivitäten einzustellen und das Land zu verlassen.

In der westlichen Kritik wurde der signifikante Charakter des Plans für die Hua Tung Universität anerkannt und man äußerte sein Bedauern darüber, dass der Campus nicht gebaut wurde: „The site plan is magnificently worked out in terms of shape and space relations. There is a lightness and airiness about the whole that has a Chinese flavour, and this is achieved without resorting to ancient material or form."39

Die Rolle von I. M. Pei für den Entwurf der Hua Tung Universität lässt sich nicht mehr eindeutig rekonstruieren. Aber es ist klar, dass seine oben genannte Aussage er habe nur eine wenig geholfen, nicht zutrifft. In der Dokumentation sind nur die Perspektivzeichnungen eindeutig mit Namen versehen.40 Demnach hat Pei drei Perspektivzeichnungen (Nr. 4816.17, 4816.21 und 4816.25) beigetragen, Norman Fletcher vier und B. Thomson eine. Da die drei Pei zugeordneten Zeichnungen die Wohnanlage für die Studenten zeigen, kann man annehmen, dass er neben allgemeiner Beratung an diesem Teilbereich gearbeitet hat.41 Die erste Zeichnung (Nr. 4816.17) zeigt skizzenhaft aus der Vogelperspektive die Bauten für das Dormitory der Männer und Frauen in der Landschaft. Die Frauen sind in einer eigenen Baugruppe untergebracht, die mit einer Mauer von der Umgebung abgeschlossen ist.42 Drei Grundrisspläne (4816.18–20) zeigen die landschaftliche Einbindung der Baugruppe. Zwei weitere Grundrisspläne und Ansichten (4816.22–23) zeigen die mit umschlossenen Höfen ausgestattete Wohnanlage für die Frauen. Ein weiterer Plan für eine „large faculty residence“, eine freistehende eingeschossige Villa, ist um einen großen Hof organisiert. Wie bei seinen vorherigen Wettbewerbsbeiträgen für Wohnhäusern sind die öffentlichen Funktionen zum Eingang orientiert, während die privaten Schlafräume im rückwärtigen Teil hinter dem ummauerten Hof untergebracht sind. Zwei Perspektiven (4816.21+25) zeigen die Gänge zwischen den Gemeinschaftswohnanlagen. Die einzige Irritation in den Zeichnungen von I. M. Pei sind die etwas seltsam gekleideten Menschen in den Illustrationen. Einige von ihnen tragen westliche Anzüge, andere traditionelle chinesische Schuhe, Hüte und Roben. Zeigt sich schon hier sein ambivalentes Verhältnis zu traditionellen Formen, die später bei seinen Bauten für das Xiangshan Hotel in Peking und das Suzhou Museum in seiner Heimatstadt für viel Diskussionen sorgte?43

Blick auf den Hof der Schlafsäle, in: Harkness, New York/London 1991, S. 15.

I. M. Pei, Schlafsäle für Frauen und Männer, in: Jacoby: Architectural Drawings, Gert Hatje, Stuttgart 1965.

Der Entwurf für die Hua Tung Universität in Shanghai wäre ohne die Mitarbeit von I. M. Pei niemals in dieser Form entstanden. Pei hatte mit seiner Masterarbeit eine Vorstellung entwickelt, wie sich die Moderne in den regionalen Kontext seiner Heimat integrieren sollte, und Gropius war offensichtlich fasziniert von der Reduktion auf wenige modulare Elemente, die im Kontrast mit der Landschaft ein harmonisches Bild erzeugten, das jenseits des Kitsches lag. Die räumlichen Qualitäten der historischen Anlagen und die von Mies van der Rohe inspirierte Ästhetik, ermöglichten eine radikale Alternative zum üblichen Beaux-Arts-Konzept seiner Kollegen in China. Das Bauhaus und sein pädagogisches Konzept hingegen spielten eine untergeordnete oder gar keine Rolle. Prägend für den Entwurf und die architektonische Haltung blieb das Verhältnis zur Natur und wie sich diese so gestalten lies, dass die Architektur sich integrierte. Mit dem Museumsentwurf für seine Masterarbeit in Harvard und mit der Mitarbeit für die Hua Tung Universität in Shanghai, suchte Pei nach einer zeitgenössischen Sprache, zur Erneuerung der Architektur seiner Heimat, die in bis ins hohe Alter beschäftigen sollte. Mit der modularen Grundrissorganisation für die Studentenwohnanlage erinnert Pei die historischen Prinzipien der chinesischen Holzarchitektur, der hier mit neuen technischen Mitteln eine angepasste, aber zeitgenössische Lösung sucht.

Für Walter Gropius eröffnete das Projekt in Shanghai einen ersten Blick auf historische Prinzipien einer asiatischen Architektur, bevor er selbst 1954 Japan besuchen konnte und dort von der traditionellen Architektur begeistert war.44 Die Erfahrung von Gropius mit Bildungsbauten hatte über das Bauhaus-Gebäude in Dessau hinaus eine lange Tradition. Zusammen mit Maxwell Fry hatte er in seiner Zeit in Großbritannien an Schulen gearbeitet, die räumliche Organisationsstrukturen in der Landschaft verzahnten. Das 1949 mit TAC entstandene Harvard Graduate Centre in Cambridge verbindet die Baukörper mit überdeckten Gängen und proportioniert damit die Außenräume. Hier kann man Themen erkennen, die möglicherweise von der Arbeit an der Hua Tung Universität beeinflusst waren. Der stärkste Impuls, der von diesem Entwurf ausging, ist jedoch die Auseinandersetzung mit traditionellen Elementen der asiatischen Architektur, in der Gropius Verwandtschaften zu den eigenen Prinzipen einer vorgefertigten, aber variablen Konzeption erkannte, die modular im Raumaufbau und die der Architektur eingesetzt werden konnte. Zusätzlich wurde der Entwurf zur Hua Tung Universität zu einem Referenzprojekt für sein Engagement in Bagdad, wo er seine Anpassung an lokale Kulturen mit diesem Projekt illustrierte. (­…) the Hua Tung University which I think is good evidence for our capability to adapt to the conditions of foreign countries. My own line is particularly to go really after the actual conditions in a region and derive the design expression from the acquired knowledge. “45

PS: Eine Universität in Taiwan

Für I. M. Pei hat sich der Einsatz für die Hua Tung Universität ebenfalls gelohnt. Nicht nur, dass er Gropius überzeugen konnte, sondern er erhielt 1955 auch den Auftrag für eine Universität in Taiwan. In diesem Jahr gründete das United Board of Christian Education aus den USA, die 1951 die Volksrepublik verlassen mussten, in Taichung in Taiwan die Tunghai Universität. I. M. Pei erhielt den Auftrag zum Aufbau des Campus, aber aufgrund seiner formellen Verpflichtung mit Zeckendorf bat er Chen Chi-Kwan und Chang Chao-Kang um Hilfe. Chang hatte in den 1940er Jahren an der St. John's Universität in Shanghai unter dem Gropius-Schüler Henry Huang und Richard Paulick studierte, bevor er seine Studien in den USA fortsetzte, wo er zunächst kurz in Chicago am IIT unter Buckminster Fuller lernte. Später wechselte Chang zum MIT in Cambridge, schloss aber 1950 mit einer Masterarbeit an der Harvard Graduate School of Design bei Walter Gropius ab und arbeitet danach für TAC.46 Chen Chi-Kwan studierte zwischen 1940 und 1944 an der Central University in der Kriegshauptstadt Chongqing in der Provinz Sichuan. Nach dem Krieg arbeitete er kurz in Nanjing, bevor er 1948 in die USA ging, wo er sein Studium an der University of Illinois in Urbana fortsetzte. 1951 zog er nach Boston, um im TAC-Büro zu arbeiten und im Jahr 1952 empfahl ihn Gropius als Dozent für das MIT in Cambridge.47

Als das Tunghai-Projekt 1954 begann, gingen Chen und Chang aus den USA nach Taiwan um die Universität umzusetzen. Vor dem Hintergrund des oben beschriebenen Projektes für die Hua Tung Universität in Shanghai wird deutlich, wie stark die Entwurfshaltung für die Tunghai Universität sich an den dort gefundenen Prinzipien anlehnte.

Der Campus der Tunghai University in Taiwan in einer Zeichnung von Chen Chi-kuan. Vorn, die Luce-Kapelle und dahinter die unterschiedlichen Fakultätsgebäude, die um einen Hof herum organisiert wurden und durch überdachte Wege miteinander verbunden wurden. 
in: Jacoby, Stuttgart 1965.

●Footnotes
  • 1 Wenn die chinesischen Familiennamen zum ersten Mal erscheinen verwende ich Großbuchstaben, weil einige den Familiennamen nach chinesischer Sitte zuerst und den Vornamen danach schrieben, andere änderten die Reihenfolge in das westliche System und schrieben den Familiennamen an zweiter Stelle. 1941 eröffnete Henry HUANG eine Architekturschule an der St. John’s Universität in Shanghai. Sein Unterricht basierte auf dem Lehrplan von Harvard und einigen Elementen des Bauhauses. Er beschäftigte unter anderem den deutschen Flüchtling Richard Paulick, einen ehemaligen Mitarbeiter von Walter Gropius in Berlin. Ich werde den Architekturunterricht in China in diesem Aufsatz nicht behandeln. Für Hinweise dazu siehe Eduard Kögel: Zwei Poelzigschüler in der Emigration. Rudolf Hamburger und Richard Paulick zwischen Shanghai und Ost-Berlin (1930–1955), (Dissertation Bauhaus Universität Weimar, e-paper 2007: http://e-pub.uni-weimar.de/volltexte/2007/991/, Zugang 18.2.2018).
  • 2 Es gab weitere chinesische Studenten in Harvard. Zum Beispiel studierte Eileen LOO, ab 1942 die Frau von I.M. Pei, am Department of Landscape Architecture in Harvard. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten zu den chinesischen Studenten in Harvard LI Ying, die von der St. John's Universität in Shanghai kam oder Andrew KWO Tun Tsung, der seinen Bachelor an der Tongji-Universität in Chongqing gemacht hatte.
  • 3 Heute ist der Lion Groove Garden öffentlich zugänglich.
  • 4 Zum Beispiel Walter Gropius, Konrad Wachsmann: ‘House in Industry’, in arts & architecture 11/1947: S. 28­–38. Er arbeitete mit Wachsmann am Packaged Housing System. Siehe Anthony Alofsin: The struggle for modernism, architecture, landscape architecture and city planning at Harvard. W.W. Norton & Company Inc., New York, 2002: S. 181. Oder Barry Bergdoll, Peter Christensen, Ron Broadhurst (Hrsg.): Home Delivery: Fabricating the Modern Dwelling, Packaged House/General Panel System–Walter Gropius and Konrad Wachsmann, Museum of Modern Art, New York, 2008: S. 80–85.
  • 5 Für Pei und Johnson siehe Alofsin: 2002: S. 184–186.
  • 6 Die Erforschung der traditionellen Architektur und ihrer modularen Systeme begann 1931 mit Liang Sicheng, Lin Hiuying und Liu Dunzhen in der Society for Research in Chinese Architecture.
  • 7 Alofsin, 2002, S. 185. Alofsin zeigt im Buch Wang’s Perspektivzeichnung um das Projekt von Pei zu illustrieren. Siehe auch Christian Bjone: First House, The grid the figure and the void, John Wiley & Sons, Chichester 2002: S. 150–161, und für das Projekt in Pencil Points: "Varity of Houses from Identical Prefabricated Units of General Panel Corp., Designed by Harvard Students," in: New Pencil Points, Dezember 1943, S. 81.
  • 8 "5 designs, I.M. Pei," in arts & architecture, April 1945, o. S.
  • 9 "A Realistic House for Georgia", in: Progressive Architecture, April 1946, S. 74.
  • 10 Bjone, 2002, S. 152.
  • 11 Walter Gropius, „Chinese Art Museum in Shanghai," in: L’Architecture d’aujourd’hui, Februar 1950, S. 24–25.
  • 12 Ebenda.
  • 13 Gero von Boehm, I.M. Pei. Light is the Key, Prestel Verlag, München/London/New York 2000, S. 43.
  • 14 Ulf Meyer, „I.M. Pei, architect (Interview)", in: Kai Vöckler & Dirk Luckow (Hrsg.): Peking, Shanghai, Shenzhen, Campus Verlag, Frankfurt/New York 2000, S. 126.
  • 15 Meyer, 2000, S. 127.
  • 16 Ebenda.
  • 17 Siehe Andres Lepik, "Mies und die Fotomontage 1910–1938", in: Terence Riley & Barry Bergdoll (Hrsg.): Mies in Berlin. Die Berliner Jahre 1907–1938, Ausstellungskatalog, New York/Berlin/Barcelona 2001, S. 324–329.
  • 18 Bjone, 2002, S. 154. Das Farnsworth House ist ein Ein-Raum-Gebäude mit einem funktionalen Kernelement, während das Pei-Sommerhaus über zwei separate Schlafzimmer verfügt. Die Konstruktion am Farnsworth-Haus ist aus Stahl mit den Balken auf der Außenseite und die Glasbox des Hauses ist vom Boden abgehoben. Im Pei-Sommerhaus gehen die Holzbalken der Konstruktion durch den Innenraum und werden verwendet, um die Glasbox zu heben.
  • 19 Zuvor und danach gab es keine Vorlesungen über Chinesische Themen in Harvard.
  • 20 Kates war zwischen 1933 und 1941 in Peking und publizierte 1948 ein Buch über Chinese Household Furniture.
  • 21 Boynton, eine langjährige Missionarin und Fakultätsmitglied der Yenching Universität, veröffentlichte 1952 einen Roman (The River Garden of Pure Response), der in einem chinesischen Garten spielt. Zuvor hatte sie Texte über Gartenkunst in China übersetzt. Siehe „Notes on the Origin of the Chinese Private Gardens", translated and condensed by Grace M. Boynton, in: China Journal 23, Juli 1935, S. 17–22.
  • 22 Siren hatte Anfang der 1920er Jahre den Lion Groove Garden, in dem I.M. Pei aufwuchs, fotografisch dokumentiert. Zwei Jahre später publizierte er zur chinesischen Gartenkunst ein monumentales Buch. Osvald Sirén: Gardens of China, The Ronald Press Company, New York 1949.
  • 23 Ob Henry Huang in dieser Zeit mit Gropius in Kontakt stand, lässt sich aus den zugänglichen Materialien nicht erschließen.
  • 24 Brief, 7.4.1948, Gropius an Paulick. Nachlass Richard Paulick, Privatarchiv Paulick.
  • 25 Brief, 17.7.1948, Paulick an Gropius. Nachlass Richard Paulick, Privatarchiv Paulick.
  • 26 Die 13 amerikanischen Missionsuniversitäten in China organisierten sich 1925 unter dem Namen Committee for Christian Colleges in China. 1932 änderten sie den Namen in Associated Board for Christian Colleges in China und nach dem Krieg 1945 änderte sich der Name erneut in United Board for Christian Colleges in China. Siehe Archie R. Croach, et al.: Christianity in China, M.E. Sharpe, Amok, New York, London 1989, S. 52.
  • 27 Zu den sechs christlichen Universitäten gehörten die Nanking University, Ginling University (beide in Nanjing), Soochow University (in Suzhou), Hangchow University (in Hangzhou), Shanghai University und St. John’s University (beide in Shanghai), siehe Mary Lamberton: St. John’s University in Shanghai, 1879–1951, United Board for Christian Colleges in China, New York 1955, S. 149.
  • 28 Minutes of the meeting St. John’s University Committee, United Board for Christian Colleges in China, September 10th, 1948. In Archives of the United Board for Christian Higher Education in Asia, Box 239, RG011-239-3937, (online http://drs.library.yale.edu/  accessed 28.2.2018).
  • 29 Ebenda, S. 232.
  • 30 Walter Gropius: „Université de Hua-Tung", in: L’Architecture d’aujourd’hui, Februar 1950, S. 28.
  • 31 Ebenda.
  • 32 Ebenda, S. 29.
  • 33 John C. Harkness (ed.): The Walter Gropius Archive. Volume 4: 1945–1969. The Work of The Architects Collaborative. Garland Publishing, Inc., New York/London 1991, S. 1.
  • 34 Das IIT entstand 1940 durch die Fusion des Armor Institute of Technology (wo Mies lehrte) und dem Lewis Institute.
  • 35 Meyer, 2000, S. 123.
  • 36 Brief von I.M. Pei an Walter Gropius, 27. Oktober 1948, Bauhaus Archiv Berlin.
  • 37 McMullen war der Executive Secretary of the United Board of Christian Colleges in China in New York.
  • 38 Brief von Walter Gropius an I.M. Pei, 28. Oktober 1948, Bauhaus Archiv Berlin.
  • 39 Winston Weisman: „Group practice", in: The Architectural Review, September 1953, S. 150.
  • 40 Harkness, 1991, S. 11–15.
  • 41 Eine weitere Grundrisszeichnung ist ebenfalls mit seinem Namen versehen. Siehe Helmut Jacoby: Architectural Drawings, Gert Hatje, Stuttgart 1965.
  • 42 Eine Idee, die so später bei der Tunghai Universität umgesetzt wurde.
  • 43 Mitte der siebziger Jahren erhielt er den Auftrag für das Xiangshan Hotel in Peking und 2006 wurde das Suzhou-Museum in seiner Heimatstadt Suzhou eröffnet. Beider Bauten provozierten Diskussionen über die Frage einer angepassten Architektur.
  • 44 Siehe z.B. Yasuhiro Ishimoto, Walter Gropius, Kenzo Tange: Katsura: Tradition and Creation in Japanese Architecture, Yale University Press, New Haven 1960.
  • 45 Aus einem Brief von Walter Gropius an Ellen und Nazwar Jawdat, 9.9.1954, zitiert nach Regina Göckede: Spätkoloniale Moderne: Le Corbusier, Ernst May, Frank Lloyd Wright, The Architects Collaborative und die Globalisierung der Architekturmoderne, Birkhäuser, Basel 2016, S. 392.
  • 46 Chao-Kang Chang, Werner Blaser: China. Tao in Architecture, Birkhäuser, Basel 1987, Schutzumschlag. Formal war Pei bei Webb & Knapp, der Firma von Zeckendorf, tätig, bis er 1955 seine eigene Firma I. M. Pei and Associates eröffnete. Das Universitätsprojekt in Taiwan war neben seinem formellen Engagement mit Webb & Knapp sein erstes unabhängiges Projekt.
  • 47 Sein Name ist als Teammitglied bei TAC mit der falschen Schreibweise (Chi Quan CHEN) für das Projekt für die Northeast Elementary School in Waltham, Massachusetts im Jahr 1953 aufgeführt. Siehe John C. Harkness: The Walter Gropius Archive. Volume 4: 1945–1969. The Work of the Architects Collaborative, Garland Publishing Inc, New York, London 1991, S. 108.
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●Latest Articles
●Article
Moving Away from Bauhaus and Ulm — The Development of an Environmental Focus in the Foundation Programme at the National Institute of Design, Ahmedabad

The National Institute of Design (NID) came into existence at the intersection of postcolonial aspirations to design a new nation and the new citizen and Cold War cultural diplomacy. It was located in Ahmedabad, a medieval western Indian city on the banks of the river Sabarmati, famous for its textile mills and as the place where Gandhi began his anti-British campaigns. Initially it was housed, perhaps quite appropriately, in a museum building designed by Le Corbusier where discussions began on the appropriate educational philosophy and pedagogy: Who would produce new lotas for the new nation? Who would teach them and how? → more

●Photo Essay
Abraham & Thakore — NID Fashion

Like most designer start-ups, A&T started as a very small design studio. We began by designing and manufacturing modest batches of textile and fashion items, manufactured mostly on handlooms and tiny printing and embroidery sheds in India’s still pervasive small-scale industrial sector. And indeed, 25 years on, our supply chain is still reliant on and supportive of many of these small enterprises. → more

●Video
Jawaja Project — A Case study

The NID was involved in a joint venture with the Indian Institute of Management, Ahmedabad in the adoption for development of a group of villages in Rajasthan. Could local self-reliance emerge from a process of mutual learning between communities and other groups of people? The film shows how leather work and weaving emerged as the opportunity and basis for sustained group effort. → more

●Article
Bauhaus and the Origin of Design Education in India

This article is an example of “writing by being,” because the author had the privilege of being part of the pilot “batch” of Indian design teachers. These students, many from an engineering background, were to be India’s future design educators, and their first exposure to design education took place at the newly-founded National Institute of Design, India’s first design institute, established in 1961 and inspired to a large measure by Bauhaus ideology. → more

●Article
Contemporary Reflections on NID History — Teaching through the Design Archive

I often stage chance encounters for students with archival materials at the NID: a rare photograph of the building in construction, an odd handwritten scribble on a drawing by M.P. Ranjan, a stunning collection of sound recordings by David Tudor and John Cage. The amazement and wonder created by this staging becomes the starting point for the pedagogical value of archives. → more

●Exhibition Slide Show
National Institute of Design

The industrial design and visual communication projects executed by faculty members of the Industrial Design Centre (IDC), Mumbai, and the National Institute of Design (NID), Ahmedabad, reveal their strong emphasis on securing a good “standard of living” through design for the Indian masses, and projecting the image of a modernizing forward-looking nation.  → more

●Article
On Behalf of Progressive Design — Two Modern Campuses in Transcultural Dialogue

“The Indian state has only existed for 13 years. And world history would be unthinkable without its unorthodox influence. India has delivered more new content in the last decade than any other country.” HfG Ulm founder Otl Aicher’s report on his trip to India in 1960 and the slides he took during his journey across the country are impressive observations of a country in upheaval. From today’s perspective, this material reads like an overture to the future collaboration between two design schools: the HfG Ulm and the NID in Ahmedabad.   → more

●Article
Moving Away to the Other End of the World — Reflections on the Letters Between Tibor Weiner and Hannes Meyer from the DAM Archive

This article examines the correspondence between a teacher (Hannes Meyer) and his former student (Tibor Weiner), who met at the Bauhaus in Dessau, going on to live for a period in the Soviet Union. Each migrated to Latin America shortly before the outbreak of World War Two, and returned to Europe in the late 1940s. The surviving letters between Meyer and Weiner, preserved in the DAM Archive in Frankfurt am Main, are not only a testimony of comradeship but also a window into some key moments in the first half of the twentieth century. → more

●Article
Biology and Educational Models in the Pacific Southern Cone

The Chilean encounter with second-order cybernetics in the early 1970s was an essential part of the modernization project the state had been promoting since the 1920s, a project which also encompasses the 1945 reform of the architecture school. But if one reviews the history of this project with greater care, one can identify the reform of the new art school of 1928, which was the product of a social movement that began after the First World War, and that was able to implement in the main school of art of the country, a “first year of trial” similar to the methodology of the Bauhaus preliminary course, influenced by the trends of the “Active” or “New” school of the time. → more

●Article
Diagonal. Pointé. Carré — Goodbye Bauhaus? Otti Berger’s Designs for Wohnbedarf AG Zurich

Gunta Stölzl. Anni Albers. These are the most prominent names today when one thinks of actors in the Bauhaus textile workshop. Both had been involved in the textile workshop since Weimar times, shaping it through their understanding of textiles and their teaching. Otti Berger did not join the workshop until Dessau. Stölzl and Albers succeeded in leaving Germany in 1931–32. And they succeeded in continuing to work as textile designers and artists. Berger succeeded in doing this, too, but accompanied by an ongoing struggle for recognition and fair remuneration. → more

●Article
Tropical Architecture / Building Skin

Like the modernist architecture that preceded it, tropical architecture was co-defined with modern bodies and the bodies of the tropics: initially those of colonizers but soon colonized bodies as well. The technologies of tropical architecture, based on a modernist rationalism adapted to tropical climatic conditions, were, in turn, offered as a developmental asset to colonized subjects, especially young people. → more

●Article
Beyond Cement and Iron — Contextualizing Israeli Architecture in Africa

My focus on construction and planning is not incidental. These fields played a crucial role in space-shaping processes during the first decades of the Israeli state, as well as in the construction of the territorial identity of its new citizens. Simultaneously, during the 1960s, the modernist construction projects undertaken in African countries post-independence were also evidence of a desire amongst newly independent African nations for postcolonial national unity. → more

●Article
Bauhaus Modernism and the Nigerian Connection — The Socio-Political Context of Arieh Sharon and the University Of Ife Design

It should be considered “against the run of play” for a Bauhaus-trained Israeli architect such as Arieh Sharon to have been named designer of the post-independence University of Ife. This paper examines how developments in the socio-political context of Nigeria and international politics—including history and policies in the education sector—“constructed” Sharon’s involvement in the University of Ife design and the spread of Bauhaus modernism to tropical architecture. → more

●Article
Nation Building through Campus Architecture — Israeli Architects Arieh Sharon and Eldar Sharon’s Obafemi Awolowo University (OAU) Campus in Ile-Ife, Nigeria, 1962–1976

The campus of Obafemi Awolowo University (OAU), Ile-Ife, Nigeria, the first phase of which was built between 1962 and 1972, is a fascinating example of modernist architecture in Africa. As a case study of Africa’s assimilation of the modern style, its design is intriguing also due to the fact that it was built by Israeli architect Arieh Sharon (1900–1984), aided by his son, Eldar Sharon (1933–1994). → more

●Article
Colonial Architecture in Ile-Ife

The architectural heritage credited to the colonial intervention of the British in Nigeria is a blend of features imported by Europeans accustomed to a temperate climate, mixed with adaptations derived from the principles of modern architecture and concessions to the region’s tropical climate. As such, colonial buildings of this era can be regarded as a hybrid architectural style. → more

●Article
Nigerian Campus Design — A Juxtaposition of Traditional and Contemporary Architecture

The early to mid-twentieth century saw the International Style and modernism rapidly influence major Nigerian cities and towns, first as a result of colonialism and then independence. Discussing the architecture of two first-generation Nigerian Universities, the University of Ibadan and Obafemi Awolowo University, this article builds upon the established discourse concerning how architects assimilated the International Style into the tropical climate and sociocultural context of Nigeria. → more

●Article
A Hot Topic — Tropical Architecture and Its Aftermath

Both the tropical architecture discourse in general and British notions of modernism in particular were embedded in larger discussions on climatic and culturally sensitive approaches to building developed within the International Congresses of Modern Architecture (Congrès International d’Architecture Moderne—CIAM) from the 1950s onward—notions rooted in the hygienic and medical discourses of colonial occupation. → more

●Exhibition Film Stills
Scenes from the Most Beautiful Campus in Africa — A Film about the Ife Campus

Zvi Efrat, 2019, Film stills from the Exhibition video projection, 25 min, color, sound,

English, Courtesy of the artist. → more

●Artist Work
Sketch One: Lotte and Hermina — Script-Reading and Screening by Wendelien van Oldenborgh

The script that the artist Wendelin van Oldenborgh created for bauhaus imaginista: Moving Away. The Internationalist Architect as a public moment is an insight into the development of her larger film project which will premiere as a contribution to the bauhaus imaginista exhibition at Haus der Kulturen der Welt, March 2019. It features archive material around the personas Lotte Beese and Hannes Meyer, Hermine Huiswoud and Langston Hughes. → more

●Artists Work
Bauhaus in Russia — Haunted Houses

The following material was produced during the photographic workshop Bauhaus in Russia: Haunted houses, which took place in the framework of the exhibition bauhaus imaginista. Moving Away: The Internationalist Architect at the museum of contemporary art “Garage” in Moscow. Through an open-call we invited participants from several Russian cities to take part in the visual research on both the visible and invisible legacies of the “bauhauslers”. → more

●Interview
Praised, Sentenced, Forgotten, Rediscovered — 62 Members of the Bauhaus in the Land of the Soviets

In my interview with Astrid Volpert, she reviews her decades of research on Bauhäusler who emigrated to the SU and makes it clear that there were far more than seven of them heading east. Persons traveling from the Bauhaus to Russia were from eleven countries. They belonged to various denominations—there were Protestants and Catholics, Jews and atheists. Of the 15 women and 47 men, only 21 of them were members of communist parties. → more

●Article
After the Ball — Hannes Meyer Presenting the Bauhaus in Moscow

Hannes Meyer arrived in the USSR just a couple of months after being dismissed from his position as Bauhaus director in October 1930. These months were filled with attempts by Meyer and his supporters to protest this decision through all possible means: media campaigns, open letters, student demonstration and court trials. After arriving in Moscow, Meyer carried on the fight against his unfair dismissal. → more

●Article
Meyer’s Russia, or the Land that Never Was

It is quite hard to know where to start with Hannes Meyer in Moscow. It’s hard because, while there is plenty of documentation on him and his team in the Bauhaus Brigade—as well as other Western designers and architects (of these, Ernst May is at least as significant as Meyer, as is the Dutch designer Mart Stam, and each went on to produce more substantial work than Meyer after their respective Russian episodes)—the legacy of his work there presents certain difficulties in evaluating. → more

●Article
From Recognition to Rejection — Hannes Meyer and the Reception of the Bauhaus in the Soviet Union

The history of the Stalinist critique of the Bauhaus and Hannes Meyer has two chapters. The first chapter spans the time from 1929 to the Architects’ Congress in the Soviet Union in 1937; the second consists in the condemnation of the Bauhaus in the GDR that took place on the trip by East German architects to Moscow in spring of 1950. This text tells the story of the first chapter. → more

●Translation
The Moscow Bauhaus Exhibition Catalogue (1931)

When Hannes Meyer had emigrated to the Soviet Union in 1930, one of the first things he did was organizing an exhibition about "his" Bauhaus. As early as in February 1931 Meyer had the exhibition “Bauhaus Dessau. Period of Hannes Meyer’s directorship. 1928-1930” already ready to receive the Moscow public. It was shown at the renown State Museum of New Western Art. This is the first English translation of the exhibition catalogue. → more

●Article
Communistic Functionalist — The Anglophone Reception of Hannes Meyer

Philip Johnson described Hannes Meyer as a “communistic functionalist” whose most notable achievement was to have preceded Ludwig Mies van der Rohe as director of the Bauhaus. The position he assigned to Meyer was reinforced in the Bauhaus Exhibition of 1938 at MoMA. The particular view of the Bauhaus presented at MoMA in 1938 corresponds to the place of Meyer in the historiography of modern architecture in the 1930s, ‘40s, and ‘50s. The view that Meyer’s work allegedly lacked aesthetic interest, rendering it irrelevant to an Anglophone audience. → more

●Artist Work
To Philipp Tolziner

For the exhibition bauhaus imaginista: Moving Away. The Internationalist Architect at Garage Contemporary Museum of Art, the contemporary artist Alice Creischer has been invited to respond to the personal archive of Bauhaus architect Philipp Tolziner. She produced reading of material relating to the architect’s socialist backgrounds and his work in the Soviet Union.  → more

●Exhibition Slide Show
From the Philipp Tolziner Archive, 1928–67 — Selection of Personal Dokuments

In his personal archive the architect Philipp Tolziner collected and preserved his works from his time at the Bauhaus, as well as information on the migratory existence of Bauhaus teacher Hannes Meyer and the seven students who worked as a group in the Soviet Union. → more

●Article
The “School in the Woods” as a Socio-pedagogical Ideal — Functional Analyses and Photographs by Peterhans

The building theory classes at the Bauhaus focused on imparting a functional understanding of architecture. Building had become a science. As a result, the ADGB Trade Union School was designed logically from the inside out. Walter Peterhans’ photographs of the school images illustrate both the architect’s intentions for the building and the environmental studies conducted by Bauhaus students. → more

●Article
The “Hungarian Bauhaus” — Sándor Bortnyik’s Bauhaus-Inspired Budapest School Műhely 1928–1938

One of the many Hungarians associated with the Bauhaus, painter and graphic designer Sándor Bortnyik (1893-1976) opened his art and design school, Műhely, in Budapest in 1928 to bring the Bauhaus’s sprit and some of its teaching methods into Hungary. Even if Bortnyik’s school did not have the scope of the Bauhaus, it was an efficient experiment in an independent form of institutionalized education in the field of modern graphic design and typography. → more

●Article
Richard Paulick and the Remaking of a Greater Shanghai 1933–1949

The article focusses on Richard Paulick’s sixteen-year exile in Shanghai. It is an examination of the interaction between a Bauhaus socialist and a Far East port city in its rush to modernize at the midpoint of the twentieth century. → more

●Article
The Spread of the Bauhaus in China

As early as the end of the 19th century up to the beginning of the 20th century, which is to say before the founding of the Bauhaus and after China’s forced opening through war to the outside world, China had already been witness to various experiments in modernization. Such experiments contributed to the laying down of a foundational mindset necessary for the acceptance of the Bauhaus in China’s traditional culture. → more

●Article
Bauhausmoderne und Chinesische Tradition — Franz Ehrlichs Entwurf für ein Haus des Handels in Peking (1954–1956)

In den frühen 1950er-Jahren bestanden gute diplomatische, politische und ökonomische Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der Deutschen Demokratischen Republik. Beide, sich als sozialistisch verstehende Staaten, waren 1949 gegründet worden. In diesem Aufsatz geht es um die besondere Beziehung zur chinesischen Architektur, Kunst und Gestaltung, die Franz Ehrlich entwickelte. → more

●Correspondent Report, Hangzhou
Weaving through Hangzhou and Moving Away

As a correspondent for the bauhaus imaginista project, I was invited to share my impressions and thoughts of the exhibition in Hangzhou. The following text and gif collage is a personal encounter with Moving Away and an attempt to capture the affective dimension of the exhibition. → more

●Video
Architects’ Congress

The passenger ship Patris II transported the participants of the 4th International Congresses of Modern Architecture (CIAM) from Marseilles to Athens and back. Bauhaus teacher Moholy-Nagy, travelling as a “friend of the new building movement” produced this half-hour soundless film as a travel journal. → more

●Exhibition Slide Show
Bauhaus in China

In 2012, China Academy of Art (Hangzhou) set up the Bauhaus Institute in the context of establishing Bauhaus and European modern design collections. The Bauhaus Institute aims to explore the value of the Bauhaus heritage in the development of contemporary design through academic research, education & the popularization of design. → more

●Article
Selman Selmanagić at the Crossroads of Different Cultures — From Childhood Years in Bosnia to Bauhaus Education and Travels

Selman Selmanagić’s childhood years in Bosnia, on the eve of the First World War, as well as his education in Sarajevo, Ljubljana and at Bauhaus Dessau between the two world wars, together with his work in Palestine and Berlin, shaped his worldview and experience with different cultures and traditions. Throughout his career, he perpetually strove to find contemporary answers for the challenges of the time he was living in. → more

●Article
For the Faculty of Architecture at METU — Bauhaus was a Promise

“ARCH 101 Basic Design” is the title of the introductory course offered to the first-year students in the METU Faculty of Architecture (Middle East Technical University, Ankara). Since the establishment of the school, this course has been conducted with a very strong Bauhaus impact. → more

●Exhibition Slide Show
Bauhaus Exhibition Design

From the outset the Bauhaus created several national and international exhibitions to promote the school’s educational ideas, architecture and design ethos. These exhibitions had a significant impact on its reception. → more

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