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bauhaus imaginista

Mit seiner Gründung im Jahr 1919 etablierte das Bauhaus eine neue Rolle von Kunst und Gestaltung in der Gesellschaft der Weimarer Republik. Das Bauhaus verstand Kultur als gesellschaftliches Projekt, das auch neue Institutionen benötigt – ein Ansatz, den es mit anderen Protagonisten des frühen 20. Jahrhunderts in Europa, Asien, Nord- und Südamerika teilte.

Wie können wir über das Bauhaus unter dem Aspekt nachdenken, dass jede historische Periode ihre eigenen Bedingungen und Dringlichkeiten hat? bauhaus imaginista verlässt den nationalen Rahmen und versteht Moderne als kosmopolitisches Projekt, das durch transkulturellen Austausch entstanden ist und bis heute weiterwirkt. Globales Denken führt jedoch nicht zu einer universellen Antwort.

Das Projekt verfolgt daher an unterschiedlichen Standorten und konkreten Beispielen, wie geopolitische Kontexte, lokalspezifische Debatten und Designauffassungen die Konzepte und Praktiken des Bauhauses veränderten und an anderen Orten neue Institutionen und Reformbewegungen hervorriefen. Welche Problemstellungen führen heute dazu, Kunst und Gestaltung wieder als ein in der Gesellschaft verankertes Projekt zu begreifen, das auch neue Institutionen hervorbringt?

Diese Fragen werden im Jahr 2018 mit Partnern in acht Ländern erforscht und diskutiert. 2019 wird bauhaus imaginista die Debatten im Haus der Kulturen der Welt fortsetzen. Kuratiert und künstlerisch geleitet wird bauhaus imaginista von Marion von Osten und Grant Watson, die das Projekt mit einem internationalen Team von Forscher*innen, Künstler*innen und Gestalter*innen sowie institutionellen Partnern in Japan, Brasilien, China, Marokko, Indien, Nigeria, Russland und den USA entwickelt haben. Auf bauhaus-imaginista.org berichtet das Projekt im folgenden Jahr über Veranstaltungen und Ausstellungen sowie über neue Prozesse, Forschungen und Ergebnisse.